Schnuller reinigen: Wie wird es richtig gemacht?

Schnuller reinigen: Allgemeines

Gerade in den ersten Lebenswochen und -monaten deines Babys ist es wichtig die Schnuller richtig zu reinigen. Das Immunsystem deines Babys ist anfangs noch nicht vollständig ausgereift. Daher wird bis zum 7. Lebensmonat die keimfreie Reinigung von Schnullern und Babyflaschen empfohlen.

Sterilisation vom Schnuller durch Abkochen

Zur keimfreien Reinigung gibt es unterschiedliche Methoden. Die einfachste Methode ist wohl das Abkochen.

Zur Sterilisation durch Abkochen brauchst du nur zwei Dinge: Einen Kochtopf und Wasser. Um den Schnuller keimfrei zu reinigen wird der Kochtopf so mit Wasser gefüllt, dass der Schnuller später mit Wasser bedeckt ist. Gleiches gilt, wenn du Babyflaschen oder deine Milchpumpe keimfrei reinigen möchtest.

Damit der Sauger vom Schnuller unter Wasser bleibt, drückst du vorher die Luft heraus. Das Wasser wird nun aufgekocht. Danach sollte der Schnuller und auch die Babyflaschen 5 Minuten lang im kochenden Wasser sterilisiert werden. Bitte lasse den Topf dabei nicht unbeaufsichtigt. Anschließend fischt du die Schnuller aus dem heißen Wasser oder du kippst das Wasser komplett ab. Die abgekochten Schnuller legst du zum Trocknen auf ein sauberes Handtuch.

Der große Vorteil die Schnuller durch Abkochen zu reinigen ist, dass es einfach und kostengünstig ist. Einen Kochtopf und Leitungswasser hat man immer Zuhause. Oder auch im Urlaub in der Ferienwohnung ist immer ein Topf mit Wasser vorhanden. Ein Nachteil ist jedoch, dass man bei der Sterilisation immer dabei sein sollte. Außerdem besteht eine erhöhte Verbrühungsgefahr durch das kochende Wasser.

ACHTUNG! Die 5 Minuten Kochzeit bezieht sich ausschließlich auf Silikonschnuller, Silikonsauger und Babyflaschen. Bei Kautschukschnuller ist die Kochzeit auf 2 Minuten zu reduzieren. Kautschukschnuller sind nicht hitzebeständig. Mehr Informationen dazu findest du hier: Klick!


Tipp: Am besten verwendest du einen Topf mit Deckel. Der Deckel sorgt dafür, dass das Wasser schneller anfängt zu kochen. Du verschwendest keine unnötige Energie und sparst somit auf Dauer auch Geld. Außerdem sorgt der Deckel dafür, dass das Wasser nicht so schnell verkocht. So bleibt der Schnuller auch bis zum Ende der Sterilisation komplett vom Wasser bedeckt. 


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Schnuller reinigen mit Vaporisatoren

Eine weitere Möglichkeit Schnuller, Babyflaschen und auch Milchpumpen keimfrei zu reinigen sind Vaporisatoren. Vaporisatoren, auch Dampfsterilisatoren, sind spezielle Geräte. Die Schnuller werden mit heißem Wasserdampf sterilisiert. Ein großer Vorteil ist, dass durch die Reinigung mit Wasserdampf das Material geschont wird. Jedoch gilt das ausschließlich für Silikonschnuller.

Kautschukschnuller dürfen nicht im Vaporisator sterilisiert werden!

Um die Sterilisation im Vaporisator zu beginnen, wird als erstes eine vom Hersteller vorgeschriebene Menge Wasser eingefüllt. Natürlich müssen alle Schnuller, Flaschen usw. ebenfalls in den Vaporisator gelegt werden. Anschließend wird es eingeschaltet. Die meisten Geräte schalten sich nach der Sterilisation ab. Das hat den großen Vorteil, dass du den Vaporisator nicht beaufsichtigen musst. Währen der Vaporisator die Schnuller und Flaschen reinigt, kannst du dich um dein Baby kümmern. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Schnuller und Flaschen im Vaporisator für gewisse Zeit steril bleiben. Dafür lässt du einfach den Deckel auf dem Gerät. Wir lange die Sterilisation dauert, hängt von dem Gerät ab.

*Amazon Affiliate Link, Avent elektrischer Vaporisator

Vaporisatoren bzw. Dampfsterilisatoren gibt es in unterschiedlichen Varianten. Neben den elektrischen Geräten gibt es auch noch Vaporisatoren für die Mikrowelle. Die unterschiedlichen Funktionen und Geräte stellen wir dir allerdings in einem gesonderten Artikel vor: Klick!

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Schnuller richtig reinigen vor der Sterilisation

Vor der keimfreien Reinigung durch Abkochen oder Vaporisator ist es wichtig, dass grober Schmutz entfernt wird. Du solltest die Schnuller als vorher schon reinigen.

Wenn du mit deinem Baby unterwegs bist, dann passiert es schnell mal, dass der Schnuller in den Dreck fällt. Leider sieht man immer noch Eltern, die den Schnuller dann grob mit der Hand sauber machen und ihn anschließend selbst in den Mund nehmen. Davon möchten wir dir abraten. Nimmst du den Schnuller in den Mund und gibst ihn anschließend deinem Baby wieder, dann gelangen Keime aus deinem Mund in den deines Babys. Das sollte vermieden werden.


Tipp: Immer einen zweiten Schnuller in einer sauberen Schnullerbox dabei haben. Zusätzlich kannst du den Schnuller an einer Schnullerkette befestigen. So fällt der Schnuller nicht so schnell in den Dreck.


Sollte der Schnuller unterwegs mal in den Dreck fallen, dann packe ihn in deine Tasche und reinige ihn Zuhause mit Wasser. Zusätzlich zum Wasser kann etwas Spülmittel genutzt werden.

Zur Reinigung von Schnullern und anderen Babyartikeln gibt es spezielle *Spülmittel. Natürlich kannst du auch ganz normales Spülmittel zur Reinigung nehmen. Die speziellen Babyreiniger haben jedoch den Vorteil, dass sie frei von Duft- und Farbstoffen. Außerdem sind sie ph-neutral und eignen sich somit für eine sanfte Reinigung.

Vor der Sterilisation sollten auch Milchreste von Flaschen, Fussel, Haare, usw. entfernt werden. Denn Vaporisatoren oder auch das Abkochen im Topf ersetzen nicht die Reinigung.

Persönlich empfehlen können wir dir den Frosch Baby Spül-Reiniger. Mit diesem Spülmittel haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Uns überzeugt die Marke grundsätzlich, da sie viel Wert auf Nachhaltigkeit legt. Alle Produkte von Frosch sind vegan und verzichten auf zusätzliche Inhaltsstoffe (z.B. Mikroplastik, Phosphate oder Parabene). Die Verpackungen bestehen aus Altplastik und sind recycelbar. 

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Zusammenfassung der Vor- und Nachteile

Sterilisation durch Abkochen

  • günstig, extra Anschaffungen sind nicht nötig
  • auch im Urlaub einfach anwendbar
  • ein erstes Abkochen entfernt Rückstände aus der Produktion
  • Verbrühungsgefahr durch das kochende Wasser
  • Kalkrückstände lagern sich auf dem Schnuller und den Flaschen ab
  • muss beaufsichtigt werden

Sterilisation durch Wasserdampf

  • schnelle, keimfreie Reinigung
  • schont das Material
  • je nach Gerät lassen sich viele Schnuller und Flaschen auf einmal sterilisieren
  • elektrische Vaporisatoren schalten sich automatisch ab
  • die Schnuller und Babyflaschen bleiben bei geschlossenem Deckel bis zu 24h steril
  • Anschaffungskosten liegen je nach Gerät zwischen 20€ und 100€
  • nimmt Stellplatz in der Küche ein

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Welche Methode ist die bessere? Unser persönliches Fazit

Sowohl das Abkochen als auch die Reinigung mit Wasserdampf im Vaporisator sind tolle Möglichkeiten Schnuller und Babyflaschen keimfrei zu reinigen. Unserer Meinung nach ist keine besser oder schlechter als die andere.

persönliche Erfahrungen

Als Eltern von drei Kindern, können wir rückblickend sagen, dass der Vaporisator (wir hatten einen *Vaporisator von Avent) bei unserer ältesten Tochter ein Segen war. Bei unseren anderen beiden Kindern konnten wir jedoch auf den Vaporisator verzichten und haben ihn dann an Freunde weitergegeben.

Grund dafür, dass der Vaporisator bei unserer ersten Tochter nicht wegzudenken war ist, dass es schon kurz nach der Geburt Probleme beim Stillen gab. Das Saugbedürfnis war einfach zu gering. Dadurch waren wir von Anfang an auf Milchpumpe, Flaschen und Stillhütchen angewiesen. Einen Nuckel brauchten wir nie, da das Saugbedürfnis auch mit der Zeit nicht anstieg. Rückblickend können wir sagen, dass der Vaporisator täglich in Gebrauch war. Die Sterilisation mit dem Gerät, hat uns Zeit gespart, die wir mit unserem Baby verbringen konnten. 

Bei unserem mittleren Kind klappte das Stillen von Anfang an problemlos. Auf Flaschen & Co waren wir somit lange nicht angewiesen. Auch der Nuckel wurde bis zum fünften Lebensmonat verweigert. In dieser Lebensphase war der Vaporisator bei uns nur sporadisch im Einsatz (vor allem für die Sterilisation der Milchpumpe). Die Nuckel wurden später im Kochtopf ausgekocht, da es sich nicht lohnte für zwei Nuckel den Vaporisator anzustellen. Den Vaporisator haben wir an Freunde verschenkt, die ihn ebenfalls rege in Benutzung hatten. Auch ihnen hat der Vaporisator viel Zeit für die Sterilisation von Flaschen und Nuckel gespart. 

Unser drittes Kind war ebenfalls ein unkompliziertes Stillkind. Den Vaporisator haben wir auch hier nicht vermisst.

Fazit

Abschließend können wir euch also sagen, dass es sich auf jeden Fall lohnt einen Vaporisator anzuschaffen, wenn ihr viele Gegenstände regelmäßig keimfrei machen wollt. Vor allem, wenn euer Kind unter sieben Monate alt ist, die Flasche bekommt, ihr Milch abpumpt oder ihr sehr viele Nuckel in Gebrauch habt. Sollte euer Kind allerdings nur wenige Schnuller besitzen und schon älter sein, dann reicht das Abkochen im Kochtopf völlig aus. 


Welche Methode ist die richtige für dich?

Welche Möglichkeit für deine Familie sinnvoller ist, kannst du anhand dieser drei Aspekte bzw. Fragen beantworten: 

  1. Anzahl: Wie viele Gegenstände werden sterilisiert?
  2. Häufigkeit: Wie oft muss sterilisiert werden?
  3. Kosten: Wie viel Geld willst du ausgeben?

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